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Luftverschmutzung


Auf der Straße der Zukunft kannst du saubere Luft atmen ohne, dass es deiner Gesundheit schadet.


Das klingt absurd? Doch leider ist dies die Realität. Das findet auch Anna Pribil, eine Umweltberaterin und Psychologin aus der Steiermark in Österreich: “Ich sehe total ein Problem in der Luftqualität. Das ist ein Gesundheitsrisiko für die Menschen”. Urbane Räume sind vermehrt von starker Luftverschmutzung betroffen, sodass jeder Atemzug deiner Gesundheit schadet. Das Europäische Umweltamt gibt sogar an, dass jährlich 400.000 Menschen an den Folgen der Luftverschmutzung sterben und dabei nimmt der Anteil des urbane Raums als Wohnort zu.

Woher kommt der Feinstaub?

Durch unterschiedliche Quellen wird Feinstaub produziert. Laut des Umweltbundesamts geht dabei fast die Hälfte allein auf den Auspuff und den Reifenabrieb im Verkehr zurück. Aufgrund diesen immensen Beitrags, gilt es für die Straße der Zukunft möglichst den Verkehr so zu regulieren, dass die Feinstaubbelastung minimiert wird.

Was macht der Feinstaub?

Diese kleinen Partikel gelangen durch die Atemluft in den Körper des Menschen und lagern sich ab bis schließlich Organe Schäden davontragen. Schwere Erkrankungen wie Herz- und Lungenerkrankungen sowie Krebs und Demenz können die Folgen sein. Dabei werden diese von der unterschiedlichen Größe der Partikel begünstigt, da sie unterschiedlich tief in den Körper vordringen können: PM1, PM2.5 und PM10.

Versiegelung Quelle: Eigene Darstellung nach Freudenberg

PM = particulate matter (zu deutsch: Feinstaub)
1: < 1um = z.B. Viren, Rußpartikel
2.5: < 2.5um = z.B. Verbrennungspartikel
10: <10um = z.B. Staub, Pollen, Schimmel


Was kann dagegen getan werden?

Aufgrund der Tatsache, dass Feinstaub unterschiedliche Quellen hat, muss auch auf unterschiedlichen Ebenen was getan werden. In Bezug auf die Straße der Zukunft gibt es eine Bandbreite an Lösungsansätzen, die sich jedoch noch nicht alle als effektiv erweisen können.

Bewässerung

Eine Möglichkeit besteht darin, die Straße zu bewässern, sodass der Feinstaub erst gar nicht aufgewirbelt werden kann. Kritiker stellen dem jedoch gegenüber, dass externe Einflüsse wie Wind den Effekt vermindern.

Filteranlagen

Das Angebot an modernen Filteranlagen hat sich in den letzten Jahren deutlich ausgeweitet und geht von mechanischen über biologische Anlagen wie beispielsweise Moose und Algen. Die Anwendung von Moosen rückt dabei immer mehr in den Mittelpunkt, aufgrund ihrer natürlichen Eigenschaft der Nutzung von Feinstaub als eigenes Nahrungsmittel.

Belüftung

Insbesondere in isolierten urbanen Bereichen durch zum Beispiel Tunnel stellen Belüftungen eine Möglichkeit dar. Dennoch dienen diese lediglich dazu den Feinstaub abzutransportieren, denn dieser gelangt schließlich erneut in die Atmosphäre. Fraglich ist demnach, ob diese Lösung tatsächlich als Lösung betitelt werden sollte.

Uns sonst noch?

Um den Feinstaub auf unseren Straßen zu reduzieren bedarf es innovativen Ideen. Anna Pribil hat dazu eine Vision anschaulich verfasst wie die Straße der Zukunft im Sinne der Mobilitätswende aussehen kann. Wenn Sie mehr dazu lesen wollen, folgen Sie gerne diesem Link.

Weitere interessante Informationen:

Dr. Harald Frey (Universitätsprof. an der TU Wien, Verkehrsexperte) über die Verkehrswende: https://www.youtube.com/watch?v=BygMUJLN5Ho

Quellen:

Europäische Umweltagentur (o. J.): Die Bekämpfung von Umweltverschmutzung und Klimawandel in Europa. Online unter: https://www.eea.europa.eu/de/highlights/die-bekaempfung-von-umweltverschmutzung-und (abgerufen 08.09.21)

Freudenberg (o. J.): Feinstaub. Winzige Partikel. Hohes Gesundheitsrisiko. Online unter: https://micronairblue.com/de/feinstaubbelastung-kfz-innenraumfilter (abgerufen 08.09.21)

Umweltbundesamt (2009): Feinstaubbelastung in Deutschland. Online unter: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/long/3565.pdf (abgerufen 07.09.21)