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Versiegelung

Flächenversiegelung geht mit einer Vielzahl negativer Folgen für die Umwelt einher (Umweltbundesamt).
Deshalb wird das Zubetonieren oder -asphaltieren ehemals fruchtbarer Flächen auf ein Minimum beschränkt, oder gar gänzlich vermieden. Überdimensioniert geplante Verkehrsräume, die einst versiegelt wurden werden zurückgebaut und machen Platz für Grünflächen, Versickerungsmulden, Mikrobiotope sowie bo-denschonende Rad- und Fußgängerwege. Die Kombination führt zu einer deutlichen Verbesserung des allgemeinen Stadtklimas und der Biodiversität vor Ort.

Entwicklung der Versiegelungsflächen

Versiegelung Quelle: eigene Darstellung nach Daten des Statistischen Bundesamts

Begrünte Stadt

Eine Begrünung und Bepflanzung in unmittelbarer Straßennähe trägt nicht nur zu einer erheblichen optischen Aufwertung von Siedlungsräumen bei, sondern sorgt parallel dafür, dass eine städtische „Grüne Lunge“ gebildet wird. Gleichzeitig werden die anliegenden Naturräume nachhaltig gestärkt, da neuer Lebens-raum geschaffen wird. Die Aufenthaltsqualität im Straßenraum steigt damit um ein Vielfaches.

Versickerungsfreundliche Stadt

Die Begrünung des Straßenraums wird kombiniert mit der Errichtung von soge-nannten Mulden-Rigolen-Systemen. Sie sorgen dafür, dass Einwirkungen auf den Wasserhaushalt verringert werden und Niederschlagswasser zuverlässig abläuft. Die im Rahmen von immer häufiger auftretenden Starkniederschlags- und Überschwemmungsereignissen entstehenden Risiken werden durch die Steigerung der Wasseraufnahmekapazität deutlich begrenzt. Auch Parkplatz- und Abstellflächen werden aus Materialien mit geringen Versiegelungsgeraden gebaut.

Versiegelung Quelle: Tiefbauamt Stadt Münster

Recyclingorientierte Stadt

Falls im Rahmen der Erschließung neuer Wohn- oder Gewerbegebiete doch neue Infrastruktur benötigt wird – oder alte Straßenzüge erneuert werden – werden recycelte Straßenbaumaterialien für die Errichtung verwendet. Hierzu zählen zum Beispiel alte Reifen und Bauschutt. Das Schließen von Stoffkreisläufen verringert zusätzliche Flächeninanspruchnahmen in der Rohstoffgewinnung.

Fuß- und Radfreundliche Stadt

Ein Verzicht auf die Nutzung des Automobils und das damit einhergehende Wegfallen der Notwendigkeit einer Straße gibt insbesondere in Wohnsiedlungen mehr Raum für andere Nutzungsmöglichkeiten der Mobilität. Benötigte Flächen für Fuß- und Radwege sind weniger flächenintensiv und geben mehr Spielraum für innovative, nachhaltige Gestaltungsmaßnahmen.

Quellen:

Amt für Mobilität und Tiefbau Stadt Muenster (o.J.): Mulden-Rigolen: Umweltschutz, der sich bezahlt macht. URL: https://www.stadt-muenster.de/tiefbauamt/abwasser/versickerung (abgerufen 08.09.2021)

Umwelt Bundesamt (2020): Bodenversiegelung. URL: https://www.umweltbundesamt.de/daten/flaeche-boden-land-oekosysteme/boden/bodenversiegelung#was-ist-bodenversiegelung (abgerufen 07.09.2021)